Humagne Blanche

Herkunft

Humagne Blanche ist eine seltene autochthone Rebsorte des Kantons Wallis. Sie wurde schon im Jahre 1313 in Sion urkundlich als «Vinum humanum» und auch als «Humagny» erwähnt. Vermutungen, dass sie über die griechische Kolonie Massilia (dem heutigen Marseille) in die Schweiz gelangt sei, konnten bisher nicht belegt werden.
Die Humagne Blanche einen erhöhten Eisengehalt. Wohl deshalb schreibt man ihren Weinen gesundheitsfördernde Eigenschaften zu. Humagne Blanc (der Wein) wurde bereits seit dem 12. Jahrhundert als belebender Krankenwein geschätzt und der Name Vinum humanum bezieht sich namentlich darauf. Laut einer Legende soll der weisse Humagne Wöchnerinnen, denen der Wein nach der Geburt eines Kindes gereicht wurde, wieder Kraft verleihen haben.

Humagne Blanche gehört zu einer Familie von Rebsorten, die sich in der geographischen Insellage der Alpenregionen Italiens und des Wallis in der Schweiz halten konnten. Zur dieser Familie gehören auch die Sorten Completer, Humagne Rouge, Cornalin, Durize, Eyholzer, Himbertscha, Lafnetscha, Petite Arvine, Planscher und Rèze.
Die Sorte ist nicht mit Humagne Rouge verwandt.


Verbreitung

Die Humagne Blanche ist sehr rar. Angebaut wird sie auf kleinen Parzellen im Kanton Wallis und im Aostatal.


Eigenschaften

Die ertragsschwache Humagne Blanche ist anfällig gegen den Echten Mehltau und die Rohfäule, so dass die ohnehin schwachen Erträge auch noch in der Menge sehr schwankend sind.


Weintyp

Der goldgelbe Wein besitzt ein duftiges Bouquet und erinnert im Geschmack an Feuerstein. Die Sorte wird auch im Walliser Gletscherwein aus dem Val d'Anniviers südlich von Siders verwendet. Die Humagne Blanche-Wein sollten drei bis vier Jahre gelagert werden, damit sie die Subtilität ihrer an Nadelbäume erinnernden Aromen, den weinigen Charakter, ihre feine Säure und ihren Geschmack und die delikate Fruchtigkeit voll zur Geltung bringen können.


Synonyme

keine