Cabernet Blanc (VB 91-26-01)

Herkunft

Cabernet Blanc ist eine im Jahr 1991 neu gezüchtete weisse Rebsorte. Die Sorte zählt zu den pilzwiderstandsfähigen (PIWI) Sorten. Die Weine sind extraktreich, stoffig und erinnern an Sauvignon Blanc.

Gezüchtet wurde die neue Rebsorte vom Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner. Sie ist eine Kreuzung zwischen Cabernet Sauvignon und Resistenzpartnern. Die Selektion erfolgte in der deutschen Rebschule Freytag in Neustadt an der Weinstraße, Ortsteil Lachen-Speyerdorf in der Pfalz. Nach mehreren Jahren der Versuchsauswertung wurde die Rebsorte von Volker Freytag im Jahre 2004 zum Sortenschutz und 2010 zur Klassifizierung angemeldet.

(Quelle: wikipedia)

Die Rebsorte Cabernet blanc zählt zweifelsohne zu den erfolgreichsten Neuzüchtungen im Bereich der Piwis. Als pilztolerante Sorte der neuen Generation gelang dem Schweizer Rebenzüchter Valentin Blattner die Kreuzung aus Cabernet Sauvignon und Resistenzpartnern. Cabernet Blanc fand den "zweiten Vater" in Volker Freytag, der die Sorte in der Pfalz selektionierte und nach einigen Jahren des Versuchsausbaus 1994 zum Sortenschutz und 2010 zur Klassifizierung angemeldet hat. Mit seinen sehr guten Anbaueigenschaften, der hohen Pilzresistenz und nicht zuletzt dem eingängigen Sortennamen, verhalf Cabernet blanc den Piwis zu einem anerkannten und zukunftsträchtigen Status neben den klassischen Rebsorten in den Köpfen von Winzern und Konsumenten.

(Quelle: Rebschule Freytag)


Verbreitung

Schweiz. Cabernet blanc zeigt in den vergangenen vier Jahren den stärksten Zuwachs unter den Piwi-Rebsorten in Deutschland, Luxemburg, Belgien, Österreich, Tschechien, Frankreich, Italien, den Niederlande und England.


Eigenschaften

Ampelografische Merkmale:

  • die Triebspitze mittelwollig behaart
  • der Wuchs kräftig und aufrecht
  • das Blatt typisch Cabernet Sauvignon; fünfeckig mit 5 Lappen, die Stielbucht ist offen bis wenig offen mit v-förmiger Basis, die Blattunterseite ist schwach behaart
  • die Traube ist gross, geschultert und lockerbeerig. Die Beeren sind klein und rund, gemischtbeerig, d. h. normal grosse und jungfernfrüchtige Beeren befinden sich nebeneinander. Besonders die kernlosen Früchte weisen einen sehr hohen Zuckergehalt und gute Extraktwerte auf. Bis zur vollständigen Reife sind die Beeren dunkelgrün und wirken lange unreif; erst bei Beginn der Endreife Anfang Oktober färben sie sich gelb. Die Beeren haben einen hohen Gerbstoffgehalt.
Cabernet Blanc TraubeCabernet Blanc RebzeileDie Weinbeeren sind vergleichsweise klein, rund und nahezu kernlos. Sie weisen ausgereift einen sehr hohen Zuckergehalt und Extraktwerte auf. Die Beeren sind dunkelgrün und wirken lange unreif. Mit Beginn der Reife, meist erst Anfang Oktober färben sich die Beeren gelb.

Reife: mittelspät - Oktober

Ertrag: Wegen der starken Verrieselungsneigung, können die Erträge je nach Standort sehr unterschiedlich sein.

Ansprüche: Wegen der starken Verrieselungsneigung soll die Sorte nur auf eine schwach wachsende Unterlage veredelt werden.

Die Sorte zeigt einen vitalen, kräftigen, aufrechten Wuchs, der grössere Standweiten in Neupflanzungen fordert. Stockabstände von 1,25 Meter sollten angestrebt werden, um die Rebe vegetativ auszulasten und die sortentypisch verstärkte Verrieselungsneigung zu mindern. Ertragsreduzierungen sollten bis nach der Blüte abgewartet werden, um sich am «sichtbaren» Ertragsniveau zu orientieren. Die  Traubenzone ist aufgrund der tiefgebuchteten Blätter aufgelockert, so dass für eine ausreichende Durchlüftung gesorgt ist. Die Sorte zeigt eine gute Frosthärte, vergleichbar mit dem Riesling.

Vor- und Nachteile
Vorteile

  •  die Sorte besitzt eine gute Resistenz gegen Oidium und Botrytis
  • die Winterfrostfestigkeit wird als mittelgut eingestuft
  • die Traube besitzt normalgrosse und jungfernfrüchtige Beeren. Dadurch sind die Trauben eher lockerbeerig, luftig und leicht abtrocknend, was sich positiv auf die Resistenz gegen Botrytis (Grauschimmelfäule) auswirkt
  • besitzt eine gute Resistenz gegen den echten und falschen Mehltau der Weinrebe
  • die Winterfrostfestigkeit sehr gut - vergleichbar mit Riesling
Nachteile

  • ist sehr blüteempfindlich, deswegen sind Verrieselungsschäden möglich


Weintyp

Der Wein ist komplex, würzig, extraktreich, im Bukett ähnelt er dem Sauvignon Blanc. Der Geschmack wird häufig mit Riesling oder Sauvignon Blanc verglichen.

Der Wein erinnert schon im Duft an einen eleganten Sauvignon blanc. Werden die Trauben bei mittlerer Reife gelesen und reduktiv im Stahltank ausgebaut, zeigen die Weine eine vegetabile, würzige Aromatik von grünem Gras, Stachelbeere, Artischocke, schwarzer Johannisbeere und rauchigen Aromen. Erreichen die Trauben Vollreife, ist die Sensorik von reifer Maracuja, Litschi, roter Paprika und würzigen Wiesenkräutern geprägt. Experimentierfreudige Winzer liessen die hochreifen Gewächse im grossen Barriquefass vergären und erzielten Weine im feinen französischen «Fumé Blanc» Stil.


Synonyme

VB 91-26-01 (Zuchtnummer)


Anbaugebiet

Schweiz. Cabernet blanc zeigt in den vergangenen vier Jahren den stärksten Zuwachs unter den Piwi-Rebsorten in Deutschland, Luxemburg, Belgien, Österreich, Tschechien, Frankreich, Italien, den Niederlande und England.


Auswahl von Produzenten, die Cabernet Blanc (VB 91-26-01) anbauen:


Quergut Arlesheim
Michael Huber