Ancellotta

Herkunft

Die blaue Rebsorte Ancellotta wird als nahe Verwandte der Lambrusco-Familie angesehen.


Verbreitung

Ancellotta wird hauptsächlich in den italienischen Regionen Emilia-Romagna und Lombardei kultiviert. Zugelassen ist sie ausserdem im Piemont bei Vercelli, in Venetien, im Friaul, in der Toskana und auf Sardinien.

In der Westschweiz und im Tessin gibt es kleinere Vorkommen. Hier wird die farbintensive Sorte fast ausschliesslich und in geringen Mengen als Verschnittpartnerin genutzt.


Eigenschaften

Ancellotta hat eine mittlere Empfindlichkeit gegenüber Frühjahresfrösten und eine gute Beständigkeit gegen Wind und Trockenheit. Sie reift eher spät.

Ancellotta ist anfällig für Botrytis und den Falschen Mehltau. Die mittelgrossen Blätter sind fünflappig und sehr stark eingebuchtet. Die Trauben sind von mittlerer Dichte und pyramidenförmig. Oft bildet sie einen Flügel mit kleinen Trauben. Die Beeren haben eine wachsige, eher dicke Haut von blauer bis schwarzer Farbe.


Weintyp

Ancellotta erbringt dunkelfarbige, fruchtige und säurearme Rotweine, die sich ausgezeichnet zum Verschnitt eignen. Sie wird gerne als Färbertraube eingesetzt. Zudem wird aus ihr ein sehr fruchtiger, dunkler Traubensaft gewonnen.


Synonyme

Ancelotta di Massenzatico, Ancelotti, Balsamina Nera, Lancelotta, Rossissimo, Uino und Uvino