Die Anwärter auf den Titel «Meilleur Sommelier de Suisse 2009» haben zwei anstrengende Tage hinter sich. Für die Vorausscheidung sind zehn Kandidatinnen und Kandidaten aus der Romandie nach Bulle gereist. Drei kamen aus der Deutschschweiz und neun aus dem Tessin. Die Aufgaben waren anspruchsvoll. Die Teilnehmer hatten einen Fragenbogen über Weinbau, Oenologie und Weingesetzgebung in der Schweiz und auf der ganzen Welt auszufüllen. Zudem galt es zwei Weine zu Verkosten und diese schriftlich zu beschreiben. Auch die Fachkenntnisse über Bier, Mineralwasser, Spirituosen, Kaffee, Tee und Zigarren wurden getestet. Im praktischen Teil galt es Weine und Spirituosen zu bestimmen und dazu passende Speisen zu empfehlen sowie eine Flasche Wein zu dekantieren und servieren. Die drei Tagessieger gelangten in den Final.
Der Final fand am Montag, den 14. September im Rahmen des «Salon des Goûts et Terroirs» in Bulle statt. Erneut hatten Benjamin Wolf, Fabio Miccoli und Réza Nahaboo, die drei Finalisten, anspruchsvolle Aufgaben zu lösen. Dazu gehörte unter anderem die Korrektur einer englischsprachigen Weinkarte. Vor Publikum und einer sechsköpfigen Jury, galt es zudem einen Schaumwein und je einen Rot- und Weisswein zu beschreiben und passende Speisen zu empfehlen sowie fünf Spirituosen zu bestimmen.
Nach der Auswertung durch die Jury konnten Piero Tenca, Präsident der «Association Suisse des Sommeliers Professionnels», Myriam Broggi-Praz, Verantwortliche des Wettbewerbs, und Eric Duret, Moderator, die Ränge verkünden: Sieger ist Fabio Miccoli, La Vinia in Genf, den zeiten Rang erkämpfte sich Benjamin Wolf vom Hôtel D'Angleterre in Genf und Réza Nahaboo vom Restaurant Philippe Rochat in Crissier erreichte den 3. Rang.
Fabio Miccoli, 28, aus Desio bei Mailand, hat nach dem Studium an der Hotelfachschule Mailand Praktika im Tessin, in Berlin und in der Toskana absolviert. Sein Talent als Sommelier hat Herr Martinetti vom Restaurant Villette in Genf entdeckt und gefördert. Am 1. Oktober 2009 tritt Fabio Miccoli im Lavinia in Genf eine neue Stelle an. Miccoli erreichte im theoretischen Teil der Prüfung die höchste Punktezahl aller Teilnehmenden.
Benjamin Wolf, 28, geboren in Cali, Kolumbien, ist Deutscher Staatsbürger. Nach einem Sprachstudium in der Toskana, sammelte er Berufserfahrung in England und im Hotel d’Angleterre in Genf, wo Benjamin Wolf noch heute als Chef Sommelier arbeitet.
Réza Nahaboo, 22, geboren auf der Insel La Réunion, besuchte de Sommelierschule in Grenoble. Im Jahr 2007 wurde er bester Sommelier im Loiretal in der Kategorie «junge Talente». Heute arbeitet Réza Nahaboo als Sommelier bei Philippe Rochat im Hôtel de Ville in Crissier. Als bester Wassersommelier gewann er den Spezialpreis San Pellegrino/Acqua Panna.
Familie Wicht vom Château Bel Air-Marquis d'Aligre, die drei Finalisten Réza Nahaboo, Fabio Miccoli und Benjamin Wolf, Eric Duret, Myriam Broggi-Praz und Piero Tenca.
Nach Ruinart hat Margaux Bel Air-Marquis d'Aligre das Patronat der Trophée für den besten Sommelier übernommen. Hier geht es zum Château.
Die «Association Suisse des Sommeliers Professionnels – ASSP» setzt sich für die Nachwuchsförderung und die Weinkultur in Hotels und Restaurants ein.